In Extremo

Die Welt dreht sich weiter

Hier könnte ein Jahresrückblick stehen. Tausende Worte, die Hunderte von Tagen revue passieren lassen. Bekenntnisse. Erkenntnisse. Was auch immer. Ich schreibe so etwas aber nicht mehr. Ich habe die Weihnachtsfeiertage mit meiner Familie und Advanced Warfare vor der PS4 verbracht, und das war schön, weil ich für diese Art von Entspannung sonst keine Zeit habe. Ich weiß noch nicht, was ich heute Abend machen werde, aber es wird sehr wenig mit Sekt und Feuerwerk zu tun haben. Und das ist auch schön. Ich wünsche jedem, dass er gut im Jahr 2015 ankommt, aber ich denke nicht, dass der Wechsel einer unbedeutenden Zahl irgendetwas für irgendjemanden ändert. Wenn sich etwas ändern soll, sind wir selbst dafür verantwortlich, das zu bewerkstelligen. Der heutige und morgige Tag sind Tage wie alle anderen auch. Meinen Jahresabschluss habe ich am 18. Dezember mit zweien meiner wichtigsten Menschen und meiner Herzband vor Augen gefeiert, und wenn ich einen Wunsch für 2015 äußern dürfte, dann den, bitte viele solcher Tage und Abende und Nächte erleben zu dürfen. Mit und ohne In Extremo, aber bitte immer in Gesellschaft derer, die in meinem Leben wirklich zählen.

Besser als Böller: In Extremo

In Extremo

(Mit In Extremo wäre mir natürlich lieber. Keine Ahnung, warum das Münsteraner Publikum am 18. so einen Stock im Arsch hatte, aber die Jungs sind in jedem Fall millionenfach besser als Böller.)

Weihnachten 2014

Und Weltfrieden

Ganz ohne Religiosität, ohne Säcke voller Geschenke, ohne DIY-Weihnachtskarten, und – abgesehen von einem alten Plastikbaum, der bis dato drei Generationen pelziger Bestien überlebt hat – ohne Weihnachtsschmuck und Lichtergesindel, wünsche ich der Welt, egal ob sie nun den heutigen oder sonsteinen Tag zu feiern gedenkt, aus der Tiefe meiner Wolldeckenhöhle und der Tiefe meines Herzens Glückseligkeit und Frieden und Weisheit und Kekse und Geborgenheit und Liebe und dieses wohlig warme Gefühl in Kopf und Brust, wenn gerade einmal alles in Ordnung ist. Es kann verdammt viel schief laufen im Leben, man kann sich die Knie aufschürfen und die Handflächen und die Stirn und man kann sich Knochen und Schädeldecken und Herzen brechen, aber auch dann ist immer noch Strom in uns, Strom und Kraft und Energie und Leben, und das alles sollte man doch am besten zum Lächeln nutzen.